Wunschkugeln …

Gestern war wieder, wie jeden Dienstag, „Hexenwerkstatttag“. Die Kinder haben mit Ton gearbeitet, nämlich „Wunschkugeln“ gemacht. Wenn sie gebrannt und fertig sind zeige ich euch Fotos. Wer nicht so lange warten möchte hier eine kleine Anleitung dazu:

Ihr braucht:

  • feinschamottierten Ton (weiß- oder rotbrennend)
  • einen Tonschneider (kann ein einfacher dünner Draht sein)
  • ein Messer
  • eine Tonschlinge
  • etwas Wasser
  • Engoben in verschiedenen Farben
  • eine Nadel
  • Transparentglasur

Zunächst schneidet ihr vom Tonbatzen ein so großes Stück ab, dass ihr gut eine Kugel damit in euren Händen formen könnt.

Dann legt ihr die Kugel vorsichtig vor euch ab (sie soll ja keine Beulen bekommen) und schneidet sie mit dem Tonschneider so durch, dass zwei möglichst gleichgroße Hälften entstehen.

Als nächstes nehmt ihr nacheinander jeweils eine der Halbkugeln in die Hand und höhlt sie mit der Tonschlinge vorsichtig aus. Je gleichmäßiger und dünner eure Kugelwand ist um so schöner später der Klang. Achtung: den Rand, also die Wand der Kugel bitte nicht verändern – Finger weg😉 da ihr sonst eventuell Schwierigkeiten bekommt beim Zusammensetzten der Kugel!

Danach wird der Rand der beiden Halbkugeln kreuzweise vorsichtig mit den Messer eingeritzt und anschließend mit Wasser beträufelt.

Von dem Ton, den ihr aus den Halbkugeln herausgenommen habt, formt ihr winzig kleine Kügelchen – mit jedem Kügelchen wünscht ihr euch was (Pssst! Das ist wie bei den Sternschnuppen – niemandem verraten was ihr euch wünscht!) und legt es in eine der Halbkugeln.

Jetzt werden beide Hälften vorsichtig aufeinander gelegt, in den Händen etwas gegeneinander gedrückt und gegen einander gedreht. Dann eventuell mit den Daumen die so entstandene Naht endgültig schließen.

Vom Restton formt ihr eine dünne kleine Wurst und legt sie über die Naht der Kugel – Verstreichen, Glätten – fertig!

Jetzt könnt ihr die Kugel mit Engobe nach euren Wünschen bemalen.

Zum Schluss bitte noch mit einer Nadel ein kleines Loch in die Kugel machen, damit die Luft beim Brennen entweichen kann.

Dann heißt es abwarten bis die Kugel wirklich gut durchgetrocknet ist, danach bei max. 900°C schrühen (so nennt man den ersten Brand), mit Transparentglasur überziehen (Achtung: darauf achten, dass ihr das Loch eventuell wieder frei macht, also nachstechen müsst) und entsprechend der für die Glasur angegebenen Temperatur glattbrennen (Glattbrand ist der Glasurbrand).

Jetzt sollten die Wünsche in eurer Kugel klingen – auf das sie alle in Erfüllung gehen!

Bis zum nächsten Post

eure

Esme 

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