Zupfen, kämmen, färben, spinnen …

 

… wir haben den Kindern gestern schon eine Menge abverlangt… aber der Reihe nach!

Zuerst wurde unser „halbes Schaf“ gezupft und dabei festgestellt, dass die Wolle durch das Zupfen ganz weich und kuschelig wird und beim Kämmen der Wolle wurde sie sogar noch weicher. Das waren beides Arbeiten bei denen man gut und viel erzählen konnte. Also haben wir über Schafe, Weber und das Mittelalter gesprochen.

Danach haben wir ersteinmal einen Teil unserer Wolle in dem unten beschriebenen Farbsud gefärbt. 

Die Wolle musste längere Zeit in dem Eimer bleiben und wir konnten uns in der Zwischenzeit dem Spinnen widmen.

Das Spinnen mit der Handspindel ist gar nicht so einfach. Es erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Koordination unterschiedlicher motorischer Aktivitäten.
Für Rechtshänder:

  • Wolle in der linken Hand am Faden festhalten
  • Spindel mit der rechten Hand drehen und sich merken in welche Richtung man dreht
  • Spindel zwischen den Beinen einklemmen
  • Faden mit der rechten Hand festhalten
  • linke Hand loslassen
  • Wolle mit der linken Hand ziehen und festhalten
  • dann die rechte Hand vom Faden nehmen und
  • „schwups“ geht die Drehung in den Faden und dieser wird wieder ein Stück länger.

Spätestens jetzt ist jedem von euch klar was ich eingangs mit dem „viel abverlangt“ meinte🙂 .

Danach hatten wir uns unser Mittagsessen redlich verdient!

Die Weber gehörten nicht zu den Menschen im Mittelalter die reich waren – ganz im Gegenteil. Daher gab es sogenanntes „arme Leute Essen“ – Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Wie stehts in den Workshops kochen die Kinder aktiv mit – dann schmeckt es ja gleich dreimal so gut😉 …

Dann wurde es Zeit unsere Wolle aus dem Farbsud zuentnehmen – das Ergebnis: ein Hauch von Rosa …

Als letzte große Aktion haben wir gewebt – ganz klassisch mit dem Webrahmen und mit „Brettchen“. Letzteres, das Brettchenweben ist eine ganz alte Webtechnik und ziemlich kompliziert.

Um so mehr hat es mich gefreut, dass die Kinder so experimentierfreudig waren und alles ausprobiert haben.

So, und jetzt gehts ab in die Werkstatt – aufräumen!

Ich wünsche allen einen schönen und erholsamen Sonntag

Eure Esme

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